Geisteswissenschaft

Holocaust History Project – Aus der Vergangenheit lernen

Gerade in Zeiten wie diesen, in denen antidemokratisches Gedankengut und Antisemitismus sowohl in Österreich als auch europaweit wieder auf dem Vormarsch sind, erscheint es immens wichtig, die junge Generation über die schrecklichen Ereignisse des Holocaust zu informieren, diese mit ihnen zu diskutieren und daraus Lehren für die Zukunft zu ziehen.

Das Holocaust History Project des Österreichischen Studienzentrums für Frieden und Konfliktlösungen (ÖSFK) führt Schüler: innen zu den dunkelsten Kapiteln unserer Geschichte und lässt die Teilnehmer: innen die Holocaust-Thematik hautnah erleben. Die Hauptreferentin des Workshops, Daniela Ebenbauer, geborene Moszkowicz, ist einerseits Tochter eines jüdischen Vaters, der als einziger von sieben Geschwistern Auschwitz überlebte, andererseits Enkelin eines führenden NSDAP-Mitglieds. Vor diesem Hintergrund nimmt sie Schüler: innen mit auf eine Zeitreise zu den gegensätzlichen Wurzeln ihrer Eltern.

Die Thematik wird mit Hilfe von interaktiven Methoden und dem gemeinsamen Erörtern von Fragen im respektvollen Dialog bearbeitet. Bisher nahmen seit 2012 rund 4000 Schüler: innen an diesen Workshops des ÖSFK teil.

Gemeinsam unternehmen die Jugendlichen in diesem Workshop eine Zeitreise zu den Anfängen des Holocaust und hören dabei tragische Familiengeschichten, als Zerstörung, Vertreibung und Tod auf der Tagesordnung standen. Ziel ist es, aus der Vergangenheit zu lernen, damit so etwas in der Gegenwart und Zukunft nicht wieder passiert. Die Teilnehmer: innen bekommen auf dieser Zeitreise vermittelt, dass Freiheit, Solidarität und Toleranz das Fundament einer gesellschaftlich friedvollen Zukunft sind.

Die Burgenland-Stiftung Theodor Kery unterstützt dieses wichtige Projekt.